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Outsourcing als Zukunftsstrategie

Eingestellt am 9. Januar 2012 in Businesswissen, Firmen, , ,
Marktstudie von Günther + Schramm für metallverarbeitende Industrie

Was denken Entscheider über Outsourcing-Projekte wie z.B. die Auslagerung von Lagerhaltung und Materialbearbeitung? Genau diese Fragestellung untersuchte die Studie des Systemdienstleisters für Stähle und Metalle Günther + Schramm GmbH von 2010.

Grundlage der Studie bilden die Ergebnisse einer Online-Befragung unter 99 Fach- und Führungskräften aus der metallverarbeitenden Industrie. Etwas weniger als die Hälfte aller Befragten hatte zum Zeitpunkt der Online-Umfrage bereits Erfahrung mit der Auslagerung von Lagerhaltung und Anarbeitung gesammelt, die andere Hälfte hatte noch kein Outsourcing umgesetzt.

Ausgelagerte Bereiche und Leistungen

Besonders häufig wurden bei den Outsourcing-erfahrenen Unternehmen die Leistungen Rohstofflagerung (60 Prozent) und Sägezuschnitt (53 Prozent) vom Outsourcing-Partner übernommen. Eine Just-in-Time-Lieferung der Artikel erhielten 40 Prozent. Jedes dritte Unternehmen vergab die Rohstoffdisposition sowie weitere Anarbeitungsleistungen wie beispielsweise Laser- und Plasmaschneiden, Anfasen, Zentrieren, Entgraten, Drehen, Fräsen, Bohren und Tieflochbohren. Die Outsourcing-unerfahrenen Unternehmen zogen ebenfalls besonders häufig die Auslagerung von Sägezuschnitt (39 Prozent) und Rohstofflagerung (33 Prozent) in Erwägung.

Erfolg des Outsourcings

Zum Erfolg ihrer Auslagerung befragt, vergab die Mehrheit der erfahrenen Unternehmen positive Bewertungen: Knapp 70 Prozent bezeichneten die Liefertreue als gut bzw. sehr gut. 80 Prozent vergaben diese Bewertung auch für das Preis-Leistungs-Verhältnis, bei der Lieferqualität taten das sogar 90 Prozent der Befragten. Bei der Einschätzung der Prozessoptimierung vergaben 80 Prozent der Befragten das Urteil „gut“ oder „sehr gut“. Als messbaren wirtschaftlichen Effekt nannten viele die Vermeidung zusätzlicher Investitionen (40 Prozent) sowie einen reduzierten Personalaufwand (33 Prozent) und allgemeine Kostensenkungen (27 Prozent). In qualitativer Hinsicht stellte sich ein messbarer Erfolg vor allem in einer verbesserten Verfügbarkeit (33 Prozent), einer erhöhten Lieferflexibilität (27 Prozent) und reduzierten Durchlaufzeiten (27 Prozent) ein.

Zukünftige Trends

Zum Ende der Befragung sollten alle Studienteilnehmer einschätzen, welche Rolle die Fremdvergabe von Materialbevorratung und Anarbeitung zukünftig spielen wird – insbesondere vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen mit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. 45 Prozent der Studienteilnehmer vermuteten, dass der Trend zum Outsourcing zunehmen wird. Jeder Zweite nahm an, dass der Trend auf dem gleichen Niveau bleiben wird. Lediglich 3 Prozent erwarteten einen Rückgang von Outsourcing-Projekten.

Eingestellt am 9. Januar 2012 in Businesswissen, Firmen, , ,