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Mitsubishi und STORATEC automatisieren vom Lager bis zum Schneidtisch

Höhere Auslastung von Schneidanlagen im mannlosen Betrieb: In einer Entwicklungskooperation bringen Mitsubishi Electric und die KEMPER STORATEC GmbH ein neues vollautomatisiertes System auf den Markt, das jegliche Schneidanlagen herstellerunabhängig be- und entlädt.

In dem Prozess sind die Lager- und Automatisierungstechnik von KEMPER STORATEC miteinander verbunden. Das System ist modular erweiterbar und lässt sich auch für bestehende Schneidanlagen nachrüsten. Nach der erfolgreichen Markteinführung wollen die beiden Unternehmen ihre Kooperation intensivieren.

„Mit unserer Vollautomatisierung erhöhen metallverarbeitende Betriebe die Produktivität ihrer Schneidanlagen“, betont Willy Schröder, Vertriebsleiter von KEMPER STORATEC. „Egal welche Schneidanlage: Erstmals überhaupt am Markt bieten wir eine Lösung, die Anlagen jeglicher Schneidverfahren herstellerunabhängig bedienen kann.“

Be- und Entladeeinheit zentrales Element

Zentrales Element der Anlage ist die vollautomatische Laserzelle, die eine Be- und Entladeeinheit aus der Produktfamilie StoreAutomation und eine Schneidanlage kombiniert. Die an eine Traverse angeschlossene Saugeinheit entnimmt das Rohmaterial vom Rohblechstapel und belädt den Schneidtisch der Maschine. Nach der Bearbeitung greift ein Rechen in die Maschine ein und entnimmt die geschnittene Platine automatisch.

Darüber hinaus ist die vorgeschaltete Lagertechnik an die Be- und Entladeeinheit angeschlossen. Die Software kennt den Status aller Prozesse und steuert diese optimal: Zunächst wird das passende Rohblech mittels Materialtransportwagen (MTW) zum Beladen gefahren und die Schneidanlage bestückt. Das fertige Blech wird nach dem Schneiden entladen und entweder wieder über den MTW rückgelagert oder auf einem stationären Gestell zur Weiterverarbeitung abgelegtAndreas Buchmeier, Laser Department Manager bei Mitsubishi Electric Europe, erklärt: „Alle Prozesse laufen ohne ständige Aufsicht. Dank dieser Automatisierung ist ein mannloser Betrieb auch komplexer Prozesse über Stunden möglich.“

Auf unterschiedliche Bedürfnisse übertragbar

Dieser vollautomatisierte Prozess lässt sich je nach Fertigungssituation auf die Bedürfnisse einzelner Unternehmen übertragen. Jegliche Schneidanlagen können in die Prozessautomatisierung integriert werden. „Das System ist flexibel erweiterbar und ist auch zur Nachrüstung bestehender Schneidanlagen geeignet“, sagt Schröder. Erste Systeme sind bereits im Einsatz und weitere Anfragen liegen den Kooperationspartnern vor. „Als Stand-Alone-Lösung oder als Baustein in einer Prozesskette schafft das System ein deutliches Effizienz-Plus in der Blechbearbeitung“, sagt Buchmeier.

Nach der erfolgreichen Markteinführung werden Mitsubishi Electric und KEMPER STORATEC die bereits mehrere Jahre bestehende Partnerschaft weiter intensivieren. KEMPER STORATEC, als Hersteller von Blech- und Langgutlagern etabliert, bietet damit für alle Blechbearbeiter, die sich nicht von einem Hersteller abhängig machen wollen, Produkte für vollautomatische Fertigungszellen.

Quelle: KEMPER GmbH